War gestern abend beim dritten Feuerwerk (siehe Post über Celebration of Light). Wie zu erwarten zeigte China wieder einmal der Welt, wo der Bartl den Most holt. Die Pyrotechnik-Show war um Klassen besser als jene von USA und Kanada - verständlich wenn man bedenkt, dass dort schließlich Feuerwerksraketen erfunden wurden und seit Jahrtausenden Tradition haben.
Gut gelaunt wollten mein Laborkollege Monsieur Dr. Gabriel Leprivier und ich danach ein Fläschchen Wein kaufen, doch vor dem Geschäft bot sich uns folgendes Bild:
Was soll das? An diesem Abend waren tausende Leute in der Stadt und am Meer, und dann schließen die um 18:30? Weil ich gerade in Fahrt bin - weitere enttäuschende Erlebnisse dieser Art:
Letzten Freitag gehe ich mit ein paar Arbeitskollegen in ein Restaurant. An der Bar wollen wir ein Bier bestellen, und da sagt die Kellnerin zu uns: "Wir sind offiziel ein Restaurant und keine Bar, daher dürfen wir nur dann Alkohol ausschenken, wenn gleichzeitig auch etwas zu Essen bestellt wird"...
Mein Wohnungskollege Fabien kommt aus einem Nachtclub und nimmt eine Bierflasche mit nach draußen. Als er also so auf der Straße steht, auf Freunde wartet und dabei sein Bier trinkt, kommt ein Polizist daher. Der Cop befiehlt Fabien, das Bier vor seinen Augen auszuleeren. Fabien tut dies. Als jedoch die letzten Milliliter aus der Flasche fließen, denkt sich Fabien "Eigentlich schade darum" und trinkt den letzten Schluck, ebenfalls vor den Augen des Polizisten. 115 Dollar Strafe für "Drinking Liquor in a public place".
Ein Bekannter hat mir erzählt, dass er auf ein Musikfestival gehen wird. Dort werden beim Eingang sämtliche Taschen überprüft. Die einzigen Getränke, die man mit hinein nehmen darf sind antialkoholische in verschlossenen, ungeöffneten PET-Flaschen (d.h. das Plastikbändchen rund um den Verschluss muss unversehrt sein). Kein Wunder, dass diese restriktiven Bedingungen den Erfindungsgeist eines jeden normalen Studenten wecken. Die Lösung: Vorsichtig das Etikett der Antialk-Flasche lösen, mit einem Nagel ein Loch stechen, das ungewollte Getränk ausleeren, Hochprozentiges einfüllen, die Öffnung verkleben und das Etikett wieder anbringen, sodass es das verräterische Loch verdeckt. Lächerlich, was man hier alles tun muss, um zu seinem Rausch zu kommen...
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